BDK-Herbsttagung 2019 in Hildesheim:

Vorstandswahlen

Sehr geehrte Damen und Herren,
die Bundesdirektorenkonferenz Gymnasien (BDK) – ausführendes Organ der Bundesvereinigung der Oberstudiendirektoren – tagte vom 25. September bis 28. September 2019 in Hildesheim.
Am 20. September 2019 fand turnusgemäß die Wahl zum Vorstand der BDK statt.
Zum neuen Vorsitzenden der BDK wurde

• Oberstudiendirektor Dieter Brückner (Bayern)
gewählt.
Zu stellvertretenden Vorsitzenden wurden gewählt:
• Oberstudiendirektor Armin Asper (Sachsen)
• Oberstudiendirektor Wolfram Peters (Saarland)
• Oberstudiendirektor Christoph Racky (Mecklenburg-Vorpommern) 
Zum Schatzmeisterin wurde
• Oberstudiendirektor Martin Sina (Nordrhein-Westfalen)
gewählt.

Zum Thema der Tagung „Schulleiterhandeln in Zeitalter der Digitalisierung“ unterrichteten sich die Teilnehmer der BDK sehr ausführlich und intensiv über die höchst unterschiedlichen Situationen an den Gymnasien in den verschiedenen Bundesländern.

Weiterhin wurden interne Modalitäten der BDK Gymnasien zu Tagungsorten, Dauer der Tagungen und deren inhaltliche Ausgestaltung diskutiert und neu festgelegt.

Die nächste Tagung der BDK findet vom 27.09. bis 30.09.2017in Thüringen statt.

Elisabeth Waldorff
Wahlleiter der BDK


Kontakt:
OStD Dieter Brückner
Bundesvereinigung der Oberstudiendirektoren
 – Bundesdirektorenkonferenz (BDK) Gymnasium Veitshöchheim

Günterlebenerstraße 45
97209 Veitshöchheim

Tel.: +49 931 619470 
Fax: +49 931 6194735
Mobil: +491 60 540 57 62


BDK-Frühjahrstagung 2019 in Berlin:

KMK nach 70 Jahren gescheitert BDK fordert bundesweite Bildungsgerechtigkeit

Auf ihrer Frühjahrstagung vom 24. bis 26. März 2019 in Berlin beschäBigte sich die BDK mit der Frage „Braucht der Bund mehr Einfluss in der Bildungspolitik?“ Dabei kommt sie zu einem ernüchternden Ergebnis:

Die KMK erhebt den Anspruch,

– „Verantwortung für das Staatsganze“ wahrzunehmen,

– für „Gemeinsamkeit in Bildung, Wissenschaft und Kultur“ zu sorgen,

– „durch Konsens und Kooperation für die Lernenden“ ein „Höchstmaß an Mobilität“ zu sichern,

– „zur Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse in ganz Deutschland beizutragen“.

Diesem selbst formulierten Anspruch wird sie erkennbar nicht gerecht:

– Für die Zukunftsaufgabe Digitalisierung geht jedes Bundesland eigene Wege und verschwendet so immense personelle und finanzielle Ressourcen.

– Durch die unterschiedlichen Schulsysteme erleiden Schülerinnen und Schüler beim Umzug in ein anderes Bundesland erhebliche Nachteile.

– Die Rotation der Sommerferien in den allermeisten Bundesländern belastet Schülerinnen, Schüler und LehrkräBe und behindert die Harmonisierung länderübergreifender Abiturprüfungen.

– Schullaufbahnen und Stundentafeln differieren erheblich, z.B. beim Beginn der zweiten Fremdsprache.

– Schullaufbahnentscheidungen werden nach unterschiedlichen Gesichtspunkten gefällt.

– Die Gestaltung der Oberstufe, die Abiturprüfungen und die Leistungen, die in die Reifezeugnisse eingehen, unterscheiden sich von Bundesland zu Bundesland immer mehr.

Damit verfehlt die KMK ihre Aufgabe, Qualität, Transparenz und Vergleichbarkeit in der Schul- und Bildungspolitik zu gewährleisten.

Unsere Kinder und Jugendlichen haben aber ein Anrecht auf Bildungs- und Ausbildungsgerechtigkeit.

Daher fordert die BDK, als Korrektiv zur KMK eine Instanz auf Bundesebene zu schaffen, die bundesweit gesamtgesellschaBliche Bildungsinteressen vertrig und der KMK verbindliche AuBräge erteilt. Dass der geplante Nationale Bildungsrat diese Aufgabe erfüllen wird, sieht die BDK noch nicht.


BDK-Herbsttagung 2018 in Kühlungsborn:

Stärkung ländlicher Räume durch gymnasiale Bildung

Schulentwicklungsplanung ist von zentraler Bedeutung für eine erfolgreiche Raum- und Entwicklungspolitik, deren Zielsetzung darin besteht, ländliche Räume zu stärken. Daneben ist es ein Gebot von Bildungsgerechtigkeit und allgemeines Grundrecht, qualitativ hochwertige Bildungsangebote auch im ländlichen Raum vorzuhalten. Gerade aus den Zielsetzungen gymnasialer Bildung – vertiefte Allgemeinbildung, Wissenschaftspropädeutik, Studierfähigkeit – heraus resultieren nicht zu unterschätzende Impulse für den Erhalt bzw. die Entwicklung eines entsprechend ausgestatteten kulturellen Umfelds. Deshalb stellen insbesondere Gymnasien als kulturelle und wissenschaftliche Zentren in diesem Zusammenhang einen bedeutenden Standortvorteil dar.

Für die politisch Verantwortlichen ergibt sich daraus die Notwendigkeit klarer Standortanalysen und -entscheidungen auf der Basis langfristiger, vorausschauender Planungen.
Dabei sind die folgenden Aspekte aus schul- und bildungspolitischer Sicht von zentraler Bedeutung:

  • Ausbau von Infrastruktur: Verkehrsverbindungen, kostenlose Schülerbeförderung, flächendeckende Versorgung mit Breitbandanschlüssen, Verbesserung der sächlichen Ausstattung der Schulen
  • Zusammenarbeit in Bildungsregionen: über kommunale, regionale und Ländergrenzen hinweg
  • Lenkung von Schülerströmen: zur langfristigen Sicherung von Schulstandorten im ländlichen Raum und zur Entlastung von Schulen in Ballungsräumen
  • Sicherung der Lehrerversorgung: Anreize, z.B. durch Fördermittel zur Schaffung von Wohneigentum und/oder Mobilitätszulagen; verstärkte Nutzung der Schulen im ländlichen Raum als Ausbildungsschulen für Lehrkräfte aller Fächer


Die BDK und die Direktorenvereinigungen der Bundesländer sind bereit, dementsprechende Initiativen zur Entwicklung von Regionen im ländlichen Raum zu unterstützen.


Oberstudiendirektor Dieter Brückner
Bundesvorsitzend

Kühlungsborn, 21.09.2018