Jahresvollversammlung der VSG
am 03.09. und 04.09.2026 in Aschersleben

In diesem Jahr fand die Jahresvollversammlung unserer Vereinigung im Stephaneum Aschersleben statt. Wir danken unserem Gastgeber Axel Wieczorek und seinem Team für die hervorragende Organisation der Veranstaltung sowie das gelungene Rahmenprogramm am Vorabend. Besonders erfreulich war, dass – den Minister eingerechnet – über 30 Mitglieder der Vereinigung zugegen waren.
Am Vormittag berichtete der Vorstand zunächst von den Aktivitäten des vergangenen Jahres. Einen aufwendigen Arbeitsschwerpunkt stellte erneut der Einsatz für eine Verbesserung der Schulleitungskontingente (Leitungszeit) dar. Mit politischen Entscheidungsträgern wurden zudem Fragen der Neuregelung der Lehrkräftearbeitszeit erörtert. Daneben wurden im Ministerium mehrfach die Probleme im Bereich digitale Bildung bzw. Schulverwaltung artikuliert. Schließlich hat der Vorstand ein klares Statement gegen den Fächeraufwuchs und die Art und Weise der Gestaltung des Fachlehrplans „Ökonomische Bildung“ in den Klassenstufen 7 und 8 abgegeben.

Im zweiten Teil des Vormittags erfolgte eine Verständigung zum Agieren der Schulleitungen und der Vereinigung in der nunmehr sehr wahrscheinlich gewordenen veränderten politischen Konstellation. Außerdem wurden Erfahrungen mit dem neuen Flexi-Erlass ausgewertet. Dabei hat sich gezeigt, dass die Faktorisierung der Abiturkorrektur/-erstellung im Sinne von mehr Gerechtigkeit prinzipiell positiv wahrgenommen wird, die Faktoren jedoch einer Nachbesserung bedürfen.


Am Nachmittag hatten wir Bildungsminister Jan Riedel und seinen persönlichen Referenten Daniel Frenzel zu einer Gesprächsrunde zu Besuch, die in gewohnt wertschätzender Atmosphäre verlief. Dabei wurden auch schwierige Themen, wie die künftige Schulentwicklungsplanung, Personalmaßnahmen angesichts der zwischen den Schulformen extrem differierenden Unterrichtsversorgung, die Organisation der gymnasialen Oberstufe sowie das gesamte Feld der Digitalisierung nicht ausgespart. Darüber hinaus wurden die nach wie vor hohen Belastungen der Schulleitungen erneut angesprochen und eine höhere Leitungszeit eingefordert. Der Minister kündigte u. a. an, dass künftig auch im geisteswissenschaftlichen Aufgabenfeld Leistungskurse angeboten werden sollen.

Wir möchten als Vorstand allen für die sehr intensive und konstruktive Diskussion danken und wünschen Ihnen für die kommenden Aufgaben viel Kraft. Seien Sie weiterhin ermutigt, sich bei Unterstützungsbedarf jederzeit an uns zu wenden.
Für den Vorstand

Andreas Slowig
Vorsitzender


BDK-Frühjahrstagung am 26.02./27.02.2026 in Bayreuth

Kurze Information zur BDK-Frühjahrstagung 2026 – es wurden verschiedene Modelle und Studien zur Arbeitszeiterfassung/Arbeitszeitmessung von Lehrkräften vorgestellt:

• das seit mehr als einem Jahrzehnt angewendete Hamburger Arbeitszeitmodell, das die Arbeitsbelastungen von Lehrkräften nach Fächern und weiteren Aufgaben zumindest differenziert erfasst
• die Prognos-Studie zur Lehrerarbeitszeit in Sachsen, die auf der Basis einer einjährigen Selbstauskunft von Lehrkräften entstanden ist
• das Verfahren der Arbeitszeiterfassung in Bremen, das im Schuljahr 2026/2027 pilotiert werden soll

Im Ergebnis entstand die „Bayreuther Erklärung“. Die die Texte sind hier einsehbar:


Bildungspolitischer Dialog und Kontinuität in der Führung:
Vollversammlung der VSG in Quedlinburg am 31.10.2025 in Quedlinburg

Die Vereinigung der Schulleiterinnen und Schulleiter in Sachsen-Anhalt (VSG) hat sich zu ihrer turnusmäßigen Vollversammlung in Quedlinburg getroffen. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand der bildungspolitische Austausch mit dem Minister für Bildung des Landes Sachsen-Anhalt, Jan Riedel, sowie die Neuwahl des Landesvorstandes.
 
Offener Austausch mit Minister Riedel
Als Gast und Gesprächspartner stellte sich Bildungsminister Jan Riedel den Fragen und Anliegen der Schulleitungen. In einer intensiven Diskussion wurden zentrale Herausforderungen des Schulalltags thematisiert: die angespannte Unterrichtsversorgung, Strategien zur Personalgewinnung, die Umsetzung des sogenannten Flexierlasses sowie die Auswirkungen der aktuellen Arbeitszeitverordnung auf die Leitungsebene.
Besondere Aufmerksamkeit galt der zunehmenden Belastung der Schulleitungen. Die VSG forderte eine nachhaltige Stärkung der Eigenständigkeit der Schulen – sowohl in pädagogischer als auch in organisatorischer und finanzieller Hinsicht. Minister Riedel zeigte sich offen für die Anliegen und kündigte an, die Impulse aus der Versammlung in die weitere bildungspolitische Arbeit einfließen zu lassen.
 
Rückblick und Rechenschaft
Im Rahmen der Versammlung legte die bisherige Landesleitung ihren Rechenschaftsbericht über die Arbeit der Jahre 2022 bis 2025 vor. Dabei wurden zentrale Entwicklungen und Initiativen der VSG und BDK vorgestellt, darunter die kontinuierliche Interessenvertretung gegenüber dem Ministerium, die Begleitung bildungspolitischer Reformprozesse sowie die Unterstützung der Mitglieder in rechtlichen und organisatorischen Fragen.
 
Kontinuität im Vorstand
Bei der anschließenden Neuwahl des Landesvorstandes wurde der bestehende Vorstand für weitere drei Jahre im Amt bestätigt. Die Wiederwahl unterstreicht das Vertrauen der Mitglieder in die bisherige Arbeit und die Kontinuität in der strategischen Ausrichtung der Vereinigung.
Die Vollversammlung endete mit einem klaren Signal: Die VSG bleibt eine starke Stimme für die Schulleitungen in Sachsen-Anhalt – engagiert, konstruktiv und zukunftsorientiert.